Wie fokussiere ich mich in kurzer Zeit, sodass ich den Text „richtig“ spreche und ihn an den Mann/an die Frau bringe?

4 W-Fragen spielen bei der Textbearbeitung eine Rolle.

  1. Wer bin ich?
  2. Wem erzähle ich es?
  3. Wo bin ich?
  4. Was fragt mein Gegenüber?

Diese Fragen bilden den Leitfaden meiner Arbeit. Mit der Frage „Wer bin ich?“ ist nicht gemeint, wer ich als „Beate“ bin. Sondern welche Rolle ich einnehme. Bin ich die Elisabeth Müller, 35 Jahre, sportlich und arbeite bei der SBB oder bin ich Carlos, der im Hotel Römerhof tätig ist und im Service schafft? Die Elisabeth macht Werbung für die SBB und hat kein direktes Gegenüber, der Carlos ist vor Ort bei den Frauen, die am Tisch sitzen und von denen er froh wäre, die ein oder andere im Römerhof wiederzusehen.

„Diesen Samstag. Mitmachen und gewinnen.“ Klingt zunehmend besser. Ich stelle mir vor, dass es im Restaurant laut ist und ich lauter sprechen muss. So hebt sich der Text ab, es ist angenehm und motiviert Hörende zum „Mitmachen“. Wunderbar! Ich bin sehr froh, denn viel Werbung hört sich gleich an und ich möchte mich von denen stimmlich abheben. Unser Dozent Christian Sollberger gibt mir positives Feedback und beruhigt mich dahingehend. Ich werde im Laufe der Ausbildung verschiedene Figuren entwickeln, auf die ich bei der Umsetzung meiner Aufträge zurückgreifen kann. So wird es vielleicht weiterhin „meinen Carlos“ geben und „meine Elisabeth“. Ich bin jetzt schon neugierig, wer mich als Profi-Sprecherin begleiten wird.

Mein Fazit des heutigen Coachings:

  1. Ausprobieren, Über- und Untertreiben mit der Stimme ist wichtig, um mein Instrument kennenzulernen und dies bewusst einzusetzen.
  2. Je klarer ich in meiner Rolle bin, desto authentischer, „farbiger“ wird der Text.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

erstellt in Beate wird Sprecherin am 08. November 2019 / 15:03

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